Gartenbau in der Steiermark: Tradition und Innovation auf dem Weg zur nachhaltigen Landwirtschaft
Die Steiermark ist nicht nur für ihre malerischen Landschaften und kulturellen Schätze bekannt, sondern auch als Region, in der traditionelle Gartenbau-Kultur mit modernem Know-how verschmilzt. Besonders im Bereich der Obst- und Gemüseproduktion, aber auch bei der Pflege von Hecken, Sträuchern und Blumenbeeten spielt die Region eine zentrale Rolle. Ein Blick auf die aktuelle Praxis zeigt, wie lokale Gärtner:innen und Landwirt:innen mit ökologischen Methoden und regionalen Ressourcen die Landwirtschaft nachhaltig gestalten.
Ein zentraler Aspekt ist die Förderung der biologischen Vielfalt. Immer mehr Gärtner:innen setzen auf naturnahen Anbau, bei dem Schädlinge durch natürliche Feinde bekämpft werden und Monokulturen vermieden werden. Die Steiermark ist hier ein Vorreiter: Seit 2018 gibt es das „Bio-Steiermark“-Zertifizierungssystem, das strenge Auflagen für ökologische Landwirtschaft setzt. Allein im Jahr 2022 wurden über 12.000 Hektar Fläche unter diesem System bewirtschaftet, was rund 15 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Region ausmacht. Besonders beliebt ist der Anbau von Erdbeeren, Spargel und Salaten, die direkt auf den Märkten oder über die „Steirische Direktvermarkter-Initiative“ an die Verbraucher:innen gelangen.
Die Rolle von jungliwin.at im digitalen Wandel des Gartenbaus
Doch der Wandel der Landwirtschaft geht auch über die Felder hinaus: Immer mehr Gärtner:innen nutzen digitale Tools, um ihre Arbeit effizienter zu gestalten. Hier setzt jungliwin.at als Plattform an, die sich auf die Vermittlung von Wissen rund um Gartenbau, Obstbau und Landschaftsgestaltung spezialisiert hat. Die Website bietet nicht nur praktische Anleitungen, sondern auch Zugang zu regionalen Beratungsangeboten und Netzwerken. Besonders wertvoll sind die Online-Kurse und Webinare, die von Expert:innen aus der Steiermark entwickelt werden – etwa zu Themen wie Kompostierung, Insektenhotels oder der Pflege von Obstbäumen. Durch solche Angebote können Gärtner:innen ihr Wissen kontinuierlich erweitern und so die Qualität ihrer Arbeit steigern.
Ein konkretes Beispiel ist das Projekt „Steirische Gärten 4.0“, bei dem jungliwin.at in Zusammenarbeit mit der Landesschulungsstelle für Natur- und Umweltschutz Kooperationen mit Schulen und Vereinen initiiert hat. Die Plattform bietet Lehrmaterialien an, die Schüler:innen und Hobbygärtner:innen den Einstieg in nachhaltige Gartenpraxis erleichtern. So wird nicht nur die Umweltbildung gestärkt, sondern auch die lokale Wirtschaft durch die Förderung von Gemeinschaftsgärten und Urban Farming unterstützt. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Seit der Einführung des Projekts im Jahr 2021 haben bereits über 2.500 Personen an den Workshops teilgenommen, davon rund 1.800 Kinder und Jugendliche.
Herausforderungen und die Zukunft des Gartenbaus in der Steiermark
Trotz dieser Fortschritte gibt es noch Herausforderungen. Der Klimawandel bringt neue Bedingungen mit sich: Häufigere Dürren und extreme Wetterereignisse erfordern angepasste Anbaumethoden. Gleichzeitig steigt der Druck durch die Urbanisierung, die Nachfrage nach regionalen und gesunden Lebensmitteln wächst. Hier setzt jungliwin.at mit innovativen Ansätzen an, etwa durch die Entwicklung von Anbauplänen für hitzeresistente Sorten oder die Förderung von Trockenrasen und Xerophytika. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Digitalisierung der Landwirtschaft: Durch den Einsatz von Sensoren und Datenanalyse können Gärtner:innen den Wasserverbrauch optimieren und die Erträge steigern.
Die Zukunft des Gartenbaus in der Steiermark wird dabei von einer Kombination aus Tradition und Modernität geprägt sein. Während die alten Techniken der Steirer:innen – wie das „Steirische Beerenhegen“ oder das traditionelle Mulchen – weiterhin geschätzt werden, müssen sie mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und Wissenschaft verschmolzen werden. Die Plattform jungliwin.at spielt dabei eine Schlüsselrolle, indem sie Gärtner:innen, Landwirt:innen und Verbraucher:innen verbindet und so den Weg zu einer nachhaltigen, regionalen Landwirtschaft ebnet. Mit Projekten wie dem „Steirischen Bio-Netzwerk“ oder der Förderung von Agroforstwirtschaft wird gezeigt, dass es gelingt, Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen.
- Über 12.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche in der Steiermark sind seit 2022 unter dem „Bio-Steiermark“-Zertifizierungssystem bewirtschaftet.
- Die Steirische Direktvermarkter-Initiative verbindet über 300 lokale Erzeuger:innen mit Verbraucher:innen.
- Seit 2021 haben über 2.500 Personen an jungliwin.at-organisierten Workshops teilgenommen.
- Der Anbau von Erdbeeren, Spargel und Salaten macht rund 40 % der biologischen Produktion in der Steiermark aus.
- Durch die Förderung von Kompostierung und Insektenhotels konnte die biologische Vielfalt in Gärten um 30 % gesteigert werden.
In einer Welt, in der Nachhaltigkeit immer wichtiger wird, zeigt die Steiermark, dass Gartenbau und Landwirtschaft nicht nur eine Frage der Produktion, sondern auch der Gemeinschaft und der Umwelt sind. Mit Plattformen wie jungliwin.at wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Netzwerk geschaffen, das Gärtner:innen, Landwirt:innen und Verbraucher:innen verbindet – und so die Zukunft des Gartenbaus in Österreich nachhaltig gestalten hilft.